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B

Baumustergeprüft heißt, dass ein typisches Exemplar eines Produkts von einer unabhängigen Prüfstelle (z. B. TÜV) hinsichtlich Sicherheit, Normenkonformität und Funktion getestet wurde.

Bettungseinlagen sind individuell angepasste orthopädische Hilfsmittel, die den Fuß flächig unterstützen und entlasten. Sie verteilen punktuelle Druckbelastungen – etwa bei Diabetes oder Rheuma – gleichmäßig und können dadurch Schmerzen deutlich reduzieren. Gleichzeitig sorgen sie für eine Stabilisierung des Rückfußes, federn den Auftritt dank weicher Materialien wie Schaumstoff oder Kork ab und wirken Fehlstellungen entgegen. Häufig kommen sie bei Knick-, Senk- oder Spreizfüßen sowie bei Fersensporn zum Einsatz.

C

Der Cobb-Winkel ist ein häufig verwendetes Verfahren in der Orthopädie, um das Ausmaß einer Wirbelsäulenverkrümmung, besonders bei Skoliose, auf Röntgenbildern zu messen. Dabei wird der Winkel zwischen den Wirbeln gemessen, die am stärksten geneigt sind. Eine Skoliose wird ab einem Cobb-Winkel von 10 Grad festgestellt.

D

Der Begriff „diabetesadaptiert“, wird häufig im Zusammenhang mit Einlagen oder Schuhen verwendet, beschreibt speziell angepasste orthopädische Hilfsmittel für Menschen mit Diabetes mellitus.

Bei Diabetes treten oft Nervenschäden und Durchblutungsstörungen auf. Dadurch ist das Schmerzempfinden an den Füßen vermindert und kleine Verletzungen werden häufig nicht bemerkt. Gleichzeitig heilen Wunden langsamer.

Diabetesadaptierte Schuhe oder Einlagen sind daher so gestaltet, dass sie den Druck gleichmäßig verteilen, Reibung reduzieren und die Füße bestmöglich schützen.

E

Eine Epithese bezeichnet ein maßgefertigtes künstliches Körperteil aus Silikon oder Kunststoff, das verlorene Gesichtsteile wie Nase, Ohr oder Auge infolge von Tumorerkrankungen, Unfällen oder angeborenen Fehlbildungen ersetzt.

Extremität bedeutet in der Biologie und Medizin „Körperglied“ oder „Gliedmaß“.
Dazu zählen die oberen Extremitäten wie Arme, einschließlich Schulter, Oberarm, Unterarm und Hand, sowie die unteren Extremitäten zum Beispiel Beine, einschließlich Hüfte, Oberschenkel, Unterschenkel und Fuß.

K

Kompressionsstrümpfe sind spezielle medizinische Strümpfe, die von außen sanften, gezielten Druck auf das Bein ausüben. Dadurch wird der Rücktransport des Blutes zum Herzen unterstützt, Venen werden entlastet und Schwellungen können zurückgehen. Sie kommen zum Beispiel bei Krampfadern, Thrombosen, Lymphödemen oder zur Vorbeugung auf langen Reisen zum Einsatz. Typisch ist, dass der Druck am Knöchel am stärksten ist und nach oben hin etwa bis zum Knie langsam abnimmt.

Korrektureinlagen sind individuell angepasste orthopädische Einlagen, die dabei helfen, Fehlstellungen des Fußes (zum Beispiel Knick-, Senk-, Spreiz- oder Klumpfuß) auszugleichen. Sie unterstützen das Fußgewölbe, verteilen den Druck beim Gehen gleichmäßiger und entlasten so Füße, Knie und Rücken. Dadurch kann sich auch das Gangbild verbessern. Häufig bestehen sie zusätzlich aus stoßdämpfenden Materialien, die den Auftritt angenehmer machen und Fehlentwicklungen vorbeugen.

L

Die lymphologische Versorgung ist ein wichtiger Teil der Kompressionstherapie bei Lymph- und Lipödemen. Sie besteht aus maßgefertigten, flachgestrickten Kompressionsstrümpfen, die genau an die Körpermaße angepasst werden.

Diese spezielle Versorgung unterstützt den Abfluss der Lymphflüssigkeit, verringert Schwellungen im Gewebe und hilft dabei, eine erneute Ansammlung von Flüssigkeit zu verhindern. Besonders wirksam ist sie in Kombination mit manueller Lymphdrainage.

O

Orthetik bezeichnet den Bereich der medizinischen Hilfsmittel, der sich mit Orthesen beschäftigt. Orthesen sind äußere, technische Stütz- oder Korrekturvorrichtungen, die Körperteile stabilisieren, entlasten oder in ihrer Funktion unterstützen.

P

Prothetik ist der medizinisch-technische Fachbereich, der sich mit Prothesen beschäftigt – also mit künstlichen Ersatzteilen für fehlende Körperstrukturen zum Beispiel Gliedmaßen.

R

Eine Reklinationsorthese ist eine spezielle Orthese für den Rumpf, die dazu dient, die Brust- und Lendenwirbelsäule zu stabilisieren und aufzurichten. Sie wird oft bei Osteoporose, Rundrücken (Kyphose) oder Wirbelbrüchen eingesetzt. Die Orthese arbeitet nach dem 3-Punkt-Prinzip: Sie reduziert die natürliche Krümmung der Lendenwirbelsäule, richtet die Brustwirbelsäule auf und schränkt Bewegungen in der Frontal- und Horizontalebene ein.

S

Sensomotorik beschreibt das enge und koordinierte Zusammenspiel zwischen Sinneswahrnehmung (Sensorik) und Bewegung (Motorik).

Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule, die zu Schmerzen und Asymmetrie führen kann. In der Wachstumsphase kann eine Skoliose aber – etwa durch ein Korsett – behandelt werden.